Orthopädie-Technik - Die SAHB – Ihre unabhängige Beraterin und Dienstleisterin für Hilfsmittel in der Schweiz 2

Ortho­­pä­­die-Tech­­nik

Im Bereich der Ortho­­pä­­die-Tech­­nik ist die SAHB zustän­dig für fach­tech­ni­schen Beur­tei­lun­gen, Bera­tun­gen und Zweit­mei­nun­gen. Unse­re Fach­spe­zia­lis­tin­nen und Fach­spe­zia­lis­ten prü­fen, klä­ren und begut­ach­ten Gesu­che für Kos­ten­gut­spra­chen und Rech­nun­gen der ortho­pä­di­schen Hilfs­mit­tel oder Behand­lungs­ge­rä­ten. Dabei rich­ten sich die SAHB-Fach­­leu­­te nach den Tarif­be­stim­mun­gen und den gesetz­li­chen Grund­la­gen. Ortho­pä­di­sche Ver­sor­gun­gen müs­sen ein­fach, zweck­mäs­sig und wirt­schaft­lich sein. Fol­gen­de Schrit­te sind vorgegeben: 
Schritt 1

Ärzt­li­che Verordnung

Der zustän­di­ge Arzt stellt eine Ver­ord­nung für ein ortho­pä­di­sches Hilfs­mit­tel aus. Die­se bil­det die Basis für den wei­te­ren Prozess.

Schritt 2

Ortho­­pä­­die-tech­­ni­­sche Evaluation

Die Ortho­pä­dis­tin EFZ oder Ortho­pä­dist EFZ prüft, wel­ches Hilfsmittel/Behandlungsgerät am bes­ten geeig­net ist. Wenn mög­lich erfolgt eine all­tags­na­he Tes­tung, um die geeig­nets­te Lösung zu bestimmen.

Schritt 3

Kos­ten­gut­spra­che­ge­such

Das Kos­ten­gut­spra­che­ge­such wird beim zustän­di­gen Kos­ten­trä­ger ein­ge­reicht. Nach Prü­fung des Gesu­ches wird eine ent­spre­chen­de Ent­schei­dung / Ver­fü­gung erlas­sen. Dabei kann ein Abklä­rungs­auf­trag an die SAHB not­wen­dig sein. So wird sicher­ge­stellt, dass das offe­rier­te Hilfs­mit­tel den Kri­te­ri­en der zustän­di­gen Ver­si­che­rung ent­spricht und für die betrof­fe­ne Per­son geeig­net ist.

Schritt 4

Ver­sor­gungs­be­ginn

Sobald die Kos­ten­trä­ger eine Kostengutsprache/Kostenübernahme erteilt haben, kann das Fach­ge­schäft mit der Pro­duk­ti­on oder Anpas­sung des Hilfs­mit­tels beginnen.

Schritt 5

Aus­nah­men

Bei nach­ge­wie­se­ner Dring­lich­keit kann das Fach­ge­schäft nach Rück­spra­che mit dem Kos­ten­trä­ger vor­ab in Vor­leis­tung gehen, damit die Ver­sor­gung schnel­ler star­ten kann.

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Technische Orthopädie - Die SAHB – Ihre unabhängige Beraterin und Dienstleisterin für Hilfsmittel in der Schweiz 1
Ortho­pä­die-Tech­nik ist ein Fach­ge­biet, das sich mit der Ver­sor­gung von Men­schen mit Ein­schrän­kun­gen des Bewe­gungs­ap­pa­rats beschäf­tigt. Dazu gehö­ren die Anfer­ti­gung und Anpas­sung von Pro­the­sen, Orthe­sen, spe­zi­el­len Schu­hen oder Ein­la­gen, um Bewe­gung, Sta­bi­li­tät und Lebens­qua­li­tät zu ver­bes­sern. Ziel ist es, Funk­ti­ons­ein­schrän­kun­gen aus­zu­glei­chen, Fehl­stel­lun­gen zu kor­ri­gie­ren und die Selbst­stän­dig­keit der Betrof­fe­nen zu för­dern. Dabei ver­bin­det die Ortho­pä­die-Tech­nik medi­zi­ni­sches Wis­sen mit hand­werk­li­chem und tech­ni­schem Kön­nen, zuneh­mend unter­stützt durch moder­ne digi­ta­le Verfahren.

Ein­fach erklärt – wich­ti­ge Begrif­fe aus der Orthopädie-Technik

Pro­the­se

Eine Pro­the­se ersetzt ein Kör­per­teil, das nicht mehr vor­han­den ist, zum Bei­spiel einen Fuss, eine Hand oder ein Bein. Der Schaft, das Bin­de­glied zwi­schen Mensch und tech­ni­schem Ersatz wird indi­vi­du­ell nach einem Gips- oder digi­ta­len Modell gefer­tigt und mit pas­sen­den indus­tri­el­len Struk­­tur- und Pass­tei­len (Fuss, Knie, Hand, Ellen­bo­gen) ver­bun­den, sodass Bewe­gun­gen mög­lich sind. Pro­the­sen kön­nen mecha­nisch, elek­trisch oder teils com­pu­ter­ge­steu­ert sein und wer­den so ein­ge­stellt, dass sie den Anwen­dern in Bewe­gung und Funk­ti­on sicher und adäquat unterstützen.

Orthe­se

Eine Orthe­se ist eine Schie­ne oder ein Stütz­ap­pa­rat, der am Kör­per getra­gen wird, um ein­ge­schränk­te, insta­bi­le Gelen­ke oder gelähm­te Glied­mas­sen zu sta­bi­li­sie­ren, zu füh­ren, zu ent­las­ten oder zu kor­ri­gie­ren. Die Orthe­se wird indi­vi­du­ell nach einem Gips- oder digi­ta­len Modell gefer­tigt her­ge­stellt. Je nach Auf­ga­be der Orthe­se wird die­se durch beweg­li­che Ein­hei­ten (Gelen­ke oder gelenk­ähn­li­che Struk­tu­ren) ergänzt, damit eine kon­trol­lier­te Bewe­gung aus­ge­führt wer­den kann.

Sitz­or­the­se

Eine Sitz­or­the­se ist eine spe­zi­el­le Orthe­se, die den Ober­kör­per und das Becken im Sit­zen stützt, ent­las­tet, sta­bi­li­siert oder kor­ri­giert. Sie ver­bes­sert die Sitz­hal­tung und unter­stützt eine siche­re und funk­tio­nel­le Sitzposition.

Wel­che Hilfs­mit­tel kom­men im Bereich der Ortho­­pä­­die-Tech­­nik zum Einsatz?

  • Pro­the­sen: funk­tio­nel­ler oder kos­me­ti­scher Ersatz für Fin­ger, Hand, Arm, Bein, Fuss oder Zehen
  • Orthe­sen: Stüt­ze zur Sta­bi­li­sie­rung, Füh­rung, Ent­las­tung und / oder Kor­rek­tur von Kopf, Rumpf und Gliedmassen
  • Ban­da­gen: äus­ser­lich ange­leg­tes wei­ches, elas­ti­sches Tex­til­ge­we­be für Gelen­ke und ver­schie­de­ne Körperabschnitte
  • Kom­pres­si­ons­strümp­fe: Zur Unter­stüt­zung des venö­sen oder lympha­ti­schen Rück­flus­ses und Narbentherapie
  • Exo­ske­let­te: eine am Kör­per getra­ge­ne, exter­ne Stütz­struk­tur, die als „Robo­ter zum Anzie­hen“ die mensch­li­che Kraft, Aus­dau­er oder Mobi­li­tät unterstützt
  • FES-Sys­­te­­me: Elek­tri­sche Sti­mu­la­ti­on zur Unter­stüt­zung von Bewegungen

Was müs­sen Kli­en­tin­nen und Kli­en­ten in die­sem Bereich beson­ders beachten?

  • Jede Ver­sor­gung in der Ortho­­pä­­die-Tech­­nik ist indi­vi­du­ell. Men­schen haben unter­schied­li­che Krank­heits­bil­der, unter­schied­li­che Ein­schrän­kun­gen von Mus­keln und Gelen­ken, unter­schied­li­che Wohn- und Arbeits­um­fel­der sowie unter­schied­li­che fami­liä­re und sozia­le Situa­tio­nen. Des­halb dür­fen sich Kli­en­tin­nen und Kli­en­ten nicht mit ande­ren ver­glei­chen – jede Lösung ist eine per­sön­li­che Einzelversorgung.
  • Wich­tig ist eine rea­lis­ti­sche Ein­schät­zung der eige­nen Bedürf­nis­se und eine kla­re Ziel­set­zung für die Ver­sor­gung. Gleich­zei­tig soll­te man wis­sen, dass Tech­nik zwar viel unter­stüt­zen kann, aber natür­li­che Funk­tio­nen nie voll­stän­dig erset­zen kann.
  • Da es sich bei Ampu­ta­tio­nen, Läh­mun­gen oder Funk­ti­ons­ver­lus­ten oft um sen­si­ble The­men han­delt, braucht es Zeit, Geduld und Takt­ge­fühl. Die Akzep­tanz eines neu­en kör­per­li­chen Zustands ist ein Pro­zess und ver­läuft bei jedem Men­schen unterschiedlich.
Finan­zi­el­le Besonderheiten
  • Bei Erwach­se­nen über­nimmt die IV nur Hilfs­mit­tel, die die selb­stän­di­ge Mobi­li­tät ermög­li­chen oder den Kon­takt zur Umwelt sicher­stel­len. Bei Kin­dern wer­den zusätz­lich auch Behand­lungs­ge­rä­te wie z. B. Streck­or­the­sen für eine ver­bes­ser­te Beweg­lich­keit übernommen.
  • Wenn die IV ein Hilfs­mit­tel oder ein Behand­lungs­ge­rät nicht ver­gü­tet, kann ein Antrag bei der Kran­ken­kas­se gestellt werden.
  • Je nach Ursa­che der Ein­schrän­kung kön­nen auch die Kran­ken­kas­se, die Mili­tär­ver­si­che­rung oder die Unfall­ver­si­che­rung für die Kos­ten­über­nah­me zustän­dig sein.

Wel­che Vor­ab­klä­run­gen sind erforderlich?

Für die Ver­sor­gung in der Ortho­­pä­­die-Tech­­nik sind je nach Hilfs­mit­tel bestimm­te Vor­ab­klä­run­gen notwendig.

IV-Antrag und not­wen­di­ge Unterlagen:
  • Ärzt­li­che Verordnung
  • Unter­schrie­be­ne Offerte
  • Iden­ti­täts­do­ku­men­te (ID oder Pass)
  • Bei Kin­dern: Familienbüchlein
  • Wei­te­re fall­be­zo­ge­ne Doku­men­te je nach Versorgung
Beson­der­hei­ten bei Kindern:

Für die Kos­ten­über­nah­me von the­ra­peu­ti­schen Hilfs­mit­teln oder Behand­lungs­ge­rä­ten muss bei Kin­dern ein Geburts­ge­bre­chen (GG) vor­lie­gen. Ohne GG erfolgt kei­ne Finan­zie­rung über die IV.

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Wir bera­ten Sie bei der Wahl eines geeig­ne­ten Hilfs­mit­tels –unab­hän­gig und kom­pe­tent. Unser Ziel: Men­schen mit Ein­schrän­kun­gen selb­stän­dig am Leben teil­ha­ben lassen.

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„Ste­hen ist mehr als auf­recht sein“
Hilfs­mit­tel Erwach­se­ne / Hilfs­mit­tel für Kin­der / Roll­stüh­le für Erwachsene 
  • von Chris­ti­an W. Hodel 

„Ste­hen ist mehr als auf­recht sein“ 

Ste­hen ist für vie­le Men­schen selbst­ver­ständ­lich. Für Men­schen mit ein­ge­schränk­ter Mobi­li­tät kann die auf­rech­te Posi­ti­on jedoch weit mehr bedeu­ten: Sie unter­stützt kör­per­li­che Funk­tio­nen, eröff­net neue Mög­lich­kei­ten im All­tag und kann Selbst­stän­dig­keit sowie Teil­ha­be för­dern. Ent­schei­dend ist eine indi­vi­du­ell ange­pass­te Lösung, die sicher ist, zur Lebens­si­tua­ti­on passt und tat­säch­lich genutzt wird.

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Sicher ste­hen, aktiv teil­neh­men – das pas­sen­de Steh­sys­tem für jede Entwicklungsphase
Hilfs­mit­tel für Kinder 
  • von Mar­ke­ting SAHB Hilfsmittelberatung 

Sicher ste­hen, aktiv teil­neh­men – das pas­sen­de Steh­sys­tem für jede Entwicklungsphase 

Ste­hen ist weit mehr als eine the­ra­peu­ti­sche Mass­nah­me. Für Kin­der mit neu­ro­lo­gi­schen oder kom­ple­xen kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen kann regel­mäs­si­ges Ste­hen einen ent­schei­den­den Bei­trag zur kör­per­li­chen Ent­wick­lung, zur Akti­vi­tät und zur sozia­len Teil­ha­be leisten. 

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„Ich kann wie­der aus­wärts essen gehen“
Hilfs­mit­tel Erwach­se­ne / Orthopädie  / Anpas­sun­gen für Rollstuhlfahrer:innen
  • von Tho­mas Walt 

„Ich kann wie­der aus­wärts essen gehen“ 

Seve­rin Bischof lebt mit spi­na­ler Mus­kel­atro­phie und führt den­noch ein selbst­be­stimm­tes Leben als Rechts­an­walt und Notar. Dies unter­stützt von Assis­tenz, Tech­nik und sei­nem Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent. Seit er einen Robo­ter­arm nutzt, ist er im All­tag wie­der unab­hän­gi­ger – und kann Kaf­fee wie­der riechen.

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Auto­no­mie dank Robo­tik und digi­ta­len Hilfsmitteln
Bau / Hilfs­mit­tel Erwach­se­ne / Hilfs­mit­tel für Kin­der / Ortho­pä­die / Roll­stüh­le für Erwach­se­ne / Umweltsteuerung  / Anpas­sun­gen für Rollstuhlfahrer:innen
  • von Tho­mas Walt 

Auto­no­mie dank Robo­tik und digi­ta­len Hilfsmitteln 

Ein robo­ti­scher Assis­tenz­arm ermög­licht Men­schen mit hoher Läh­mung Bewe­gun­gen, die lan­ge aus­ser Reich­wei­te lagen – etwa selbst­stän­dig zu essen oder sich das Gesicht zu berüh­ren. Die SAHB enga­giert sich dafür, dass sol­che inno­va­ti­ven Tech­no­lo­gien trotz recht­li­cher Hür­den in die Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung der Schweiz inte­griert wer­den können.

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Mobi­li­tät im All­tag mit einer pro­gre­di­en­ten Erkrankung
Hilfs­mit­tel Erwach­se­ne / Roll­stüh­le für Erwachsene  / Elektrorollstuhl 
  • von Gui­do Jufer 

Mobi­li­tät im All­tag mit einer pro­gre­di­en­ten Erkrankung 

Eine Erkran­kung schrei­tet vor­an, und plötz­lich wird das Gehen schwie­rig. Moder­ne Hilfs­mit­tel unter­stüt­zen Betrof­fe­ne so lan­ge und so gut wie mög­lich, mobil und unab­hän­gig zu blei­ben. Ob Rol­la­to­ren, Antrie­be oder Elek­tro­roll­stüh­le – es gibt für vie­le Sta­di­en einer Erkran­kung Hilfsmittel. 

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