Umweltsteuerung - Die SAHB – Ihre unabhängige Beraterin und Dienstleisterin für Hilfsmittel in der Schweiz 2

Umwelt­steue­rung

Damit eine Umwelt­kontrolle sinn­voll geplant wer­den kann, soll­ten sich ver­si­cher­te Men­schen früh­zei­tig über den Ablauf infor­mie­ren – dies kann bei der SAHB oder direkt bei der gewünsch­ten Spe­zi­al­fir­ma erfol­gen. Übli­cher­wei­se muss bei der IV ein Gesuch für eine Vor­ab­klä­rung gestellt wer­den, bevor eine detail­lier­te Pla­nung und Finan­zie­rungs­be­an­tra­gung mög­lich ist. 
Schritt 1

Bedarfs­ab­klä­rung vor Ort

Der Spe­zia­list ist in der Regel der zen­tra­le Ansprech­part­ner für die gesam­te Umwelt­kon­troll­lö­sung. Im ers­ten Gespräch klärt er gemein­sam mit dem ver­si­cher­ten Men­schen die Bedürf­nis­se vor Ort ab. Dabei wird fest­ge­legt, in wel­chen Räu­men wel­che Ele­men­te steu­er­bar sein sol­len, wel­cher Funk­ti­ons­um­fang benö­tigt wird und wel­ches Sen­de­ge­rät geeig­net ist. Auch die Bedie­nungs­art sowie der genaue Ein­satz­ort des Geräts wer­den besprochen.

Schritt 2

Pla­nung und Kostenschätzung

Der Spe­zia­list stimmt die not­wen­di­gen bau­li­chen und hilfs­mit­tel­tech­ni­schen Mass­nah­men mit den zustän­di­gen Handwerker:innen ab und erstellt eine Kos­ten­über­sicht. Sind alle tech­ni­schen Details und die Kos­ten geklärt, kann der ver­si­cher­te Mensch das ent­spre­chen­de Gesuch bei der IV einreichen.

Schritt 3

Umset­zung und Schulung

Nach der Kos­ten­be­wil­li­gung der IV über­nimmt der Spe­zia­list die Koor­di­na­ti­on und Umset­zung der gesam­ten Lösung. Wich­tig ist, dass alle betei­lig­ten Per­so­nen – Nutzer:innen, Betreu­en­de, Assis­ten­zen, Spi­tex oder tech­ni­scher Dienst – gut in die Bedie­nung und den Ein­satz der Gerä­te ein­ge­führt und geschult werden.

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Umweltsteuerung - Die SAHB – Ihre unabhängige Beraterin und Dienstleisterin für Hilfsmittel in der Schweiz 1
Unter Umwelt- oder auch Umfeld­steue­rung ver­ste­hen wir tech­ni­sche Lösun­gen, die Men­schen mit einer moto­ri­schen Ein­schrän­kung dabei unter­stüt­zen, ihren All­tag in oder um die eige­ne Woh­nung selbst­be­stimmt zu orga­ni­sie­ren und den Zugang zur Woh­nung selb­stän­dig zu gestal­ten. Dies kann bei­spiel­wei­se beim Bedie­nen des Com­pu­ters sein, beim Tele­fo­nie­ren oder beim Bedie­nen des Lichts. Gesteu­ert oder ange­steu­ert wird alles, was not­wen­dig ist, um trotz Ein­schrän­kung mög­lichst selb­stän­dig zu leben – also alle Berei­che, die auch nicht ein­ge­schränk­te Men­schen bedie­nen kön­nen. Bei Aus­zu­bil­den­den oder berufs­tä­ti­gen Men­schen wird zudem auch der Arbeits­platz ent­spre­chend einbezogen.

Wel­che Berei­che kön­nen gesteu­ert werden?

Zu den typi­schen Ele­men­ten gehören:

  • Mobil­te­le­fon
  • Türen und Türgegensprechanlagen
  • Lift oder Treppenlift
  • Licht
  • Fens­ter und Storen
  • Hei­zung
  • TV und Radio
  • Pfle­ge­bett
  • Ruf- und Notrufsysteme
  • Com­pu­ter, Tablet oder Laptop

Vie­le Funk­tio­nen las­sen sich heu­te bereits mit han­dels­üb­li­chen Tech­no­lo­gien steu­ern, zum Bei­spiel über Bedien­hil­fen im Smartphone/Tablet oder PC, über Apps für Lam­pen oder Gegen­sprech­an­la­gen oder über Sprach­steue­rung. Für kom­ple­xe­re und ver­läss­li­che Gesamt­lö­sun­gen braucht es jedoch das Wis­sen von Spezialist:innen. Meist kom­men App-basier­­te Sen­de­ge­rä­te zum Ein­satz, bei denen das han­dels­üb­li­che Smart­phone oder Tablet als Dis­play ein­ge­setzt wird. Je nach indi­vi­du­el­len Mög­lich­kei­ten der Nutzer:innen kön­nen die­se über den Touch­bild­schirm, Kopf- oder Augen­be­we­gun­gen, den Mund, die Stim­me, sepa­ra­te Schal­ter oder über den Joy­stick des Elek­tro­roll­stuhls bedient werden.

Wel­che Instal­la­tio­nen sind notwendig?

Damit Türen, Storen, Licht, Fens­ter oder Bett­sys­te­me ange­steu­ert wer­den kön­nen, müs­sen häu­fig zusätz­li­che Kom­po­nen­ten instal­liert wer­den, etwa Fens­ter­öff­ner oder Emp­fän­ger­mo­du­le am Licht, bei der auto­ma­ti­schen Türe oder bei der Store. Die­se Arbei­ten erfor­dern die Zusam­men­ar­beit von Elektriker:innen, Tür- und Storen­fach­leu­ten sowie Spezialist:innen für Sen­de­ge­rä­te. Sie pla­nen und kon­fi­gu­rie­ren die Sys­te­me indi­vi­du­ell und instal­lie­ren sie nutz­brin­gend am Hand- oder Elek­tro­roll­stuhl sowie beim Pflegebett.

Was gilt am Aus­­­bil­­dungs- oder Arbeitsplatz?

Bei Aus­zu­bil­den­den oder berufs­tä­ti­gen Men­schen wird der Arbeits­platz eben­falls berück­sich­tigt. Dort liegt der Schwer­punkt häu­fig auf der Bedie­nung des PCs. Je nach Bedarf kom­men Spe­zi­al­mäu­se oder Steue­run­gen über Kopf‑, Augen- oder Mund­be­we­gun­gen, Spra­che oder Spe­zi­al­tas­ta­tu­ren zum Einsatz.

Wel­che kon­kre­ten Hilfs­mit­tel gibt es?

Im Bereich Umwelt­kontrolle ste­hen unter­schied­lichs­te tech­ni­sche Hilfs­mit­tel zur Ver­fü­gung. Die fol­gen­de Auf­zäh­lung ist nicht abschlies­send, zeigt aber die wich­tigs­ten Lösungs­an­sät­ze, die je nach Ein­schrän­kung und Lebens­si­tua­ti­on ein­ge­setzt wer­den können.

Mög­li­che Lösun­gen oder Teillösungen:
  • App­ba­sier­te Sen­de­ge­rä­te für das Mobil­te­le­fon oder Tablet
  • Kom­bi­nier­te Tablet­com­pu­ter als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­hil­fe und Umweltkontrolle
  • Antrie­be für Storen, Fens­ter und Türen
  • Smar­­thome-Lösun­­gen
  • Spe­zi­al­ge­rä­te und Soft­ware zur Bedie­nung von PC oder Tablet über Kopf­be­we­gung, Augen­be­we­gung oder Mundsteuerung
  • Spe­zi­al­tas­ta­tu­ren
  • Sprach­er­ken­nungs­soft­ware

Was soll­ten Klient:innen beson­ders beachten?

Miet­woh­nung, Eigen­tum, Neu­bau oder bestehen­de Wohnung

Grund­sätz­lich kann jede Woh­nung nach­ge­rüs­tet wer­den. Wer jedoch einen Haus- oder Woh­nungs­bau plant, kann die Umfeld­kon­trol­le meist mit deut­lich weni­ger Auf­wand inte­grie­ren. Wich­tig ist, sich früh­zei­tig von der SAHB oder von Spezialist:innen für elek­tro­ni­sche Hilfs­mit­tel bera­ten zu lassen.

Finan­zie­rung

Die Finan­zie­rung der Lösung wird je nach Situa­ti­on kom­­p­lett- oder teil­fi­nan­ziert über die IV. Dies kann, je nach Wohn­si­tua­ti­on (d.h. Pri­vat oder in einer Insti­tu­ti­on), Behin­de­rungs­art, bau­li­chen Vor­aus­set­zun­gen, Betreu­ung­si­tua­ti­on anders ausfallen.

Wel­che Vor­ab­klä­run­gen sind erforderlich?

Bei Miet­woh­nun­gen macht es Sinn, im Vor­feld abzu­klä­ren, inwie­fern der Ver­mie­ter mit ent­spre­chen­den Instal­la­tio­nen ein­ver­stan­den ist. Wei­ter kön­nen bei der SAHB Infor­ma­tio­nen über Mög­lich­kei­ten der Finan­zie­rung ein­ge­holt werden.

Wie läuft die Umset­zung ab?

Die Bedürf­nis­se müs­sen sorg­fäl­tig abge­klärt, die Lösung geplant und die Kos­ten ermit­telt wer­den. Danach muss die Finan­zie­rung durch die IV bewil­ligt wer­den. Anschlies­send wer­den alle Kom­po­nen­ten koor­di­niert ein­ge­baut, gelie­fert, kon­fi­gu­riert und die Nutzer:innen im Umgang damit geschult.

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Wir bera­ten Sie bei der Wahl eines geeig­ne­ten Hilfs­mit­tels –unab­hän­gig und kom­pe­tent. Unser Ziel: Men­schen mit Ein­schrän­kun­gen selb­stän­dig am Leben teil­ha­ben lassen.

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„Ste­hen ist mehr als auf­recht sein“
Hilfs­mit­tel Erwach­se­ne / Hilfs­mit­tel für Kin­der / Roll­stüh­le für Erwachsene 
  • von Chris­ti­an W. Hodel 

„Ste­hen ist mehr als auf­recht sein“ 

Ste­hen ist für vie­le Men­schen selbst­ver­ständ­lich. Für Men­schen mit ein­ge­schränk­ter Mobi­li­tät kann die auf­rech­te Posi­ti­on jedoch weit mehr bedeu­ten: Sie unter­stützt kör­per­li­che Funk­tio­nen, eröff­net neue Mög­lich­kei­ten im All­tag und kann Selbst­stän­dig­keit sowie Teil­ha­be för­dern. Ent­schei­dend ist eine indi­vi­du­ell ange­pass­te Lösung, die sicher ist, zur Lebens­si­tua­ti­on passt und tat­säch­lich genutzt wird.

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Sicher ste­hen, aktiv teil­neh­men – das pas­sen­de Steh­sys­tem für jede Entwicklungsphase
Hilfs­mit­tel für Kinder 
  • von Mar­ke­ting SAHB Hilfsmittelberatung 

Sicher ste­hen, aktiv teil­neh­men – das pas­sen­de Steh­sys­tem für jede Entwicklungsphase 

Ste­hen ist weit mehr als eine the­ra­peu­ti­sche Mass­nah­me. Für Kin­der mit neu­ro­lo­gi­schen oder kom­ple­xen kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen kann regel­mäs­si­ges Ste­hen einen ent­schei­den­den Bei­trag zur kör­per­li­chen Ent­wick­lung, zur Akti­vi­tät und zur sozia­len Teil­ha­be leisten. 

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„Ich kann wie­der aus­wärts essen gehen“
Hilfs­mit­tel Erwach­se­ne / Orthopädie  / Anpas­sun­gen für Rollstuhlfahrer:innen
  • von Tho­mas Walt 

„Ich kann wie­der aus­wärts essen gehen“ 

Seve­rin Bischof lebt mit spi­na­ler Mus­kel­atro­phie und führt den­noch ein selbst­be­stimm­tes Leben als Rechts­an­walt und Notar. Dies unter­stützt von Assis­tenz, Tech­nik und sei­nem Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent. Seit er einen Robo­ter­arm nutzt, ist er im All­tag wie­der unab­hän­gi­ger – und kann Kaf­fee wie­der riechen.

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Auto­no­mie dank Robo­tik und digi­ta­len Hilfsmitteln
Bau / Hilfs­mit­tel Erwach­se­ne / Hilfs­mit­tel für Kin­der / Ortho­pä­die / Roll­stüh­le für Erwach­se­ne / Umweltsteuerung  / Anpas­sun­gen für Rollstuhlfahrer:innen
  • von Tho­mas Walt 

Auto­no­mie dank Robo­tik und digi­ta­len Hilfsmitteln 

Ein robo­ti­scher Assis­tenz­arm ermög­licht Men­schen mit hoher Läh­mung Bewe­gun­gen, die lan­ge aus­ser Reich­wei­te lagen – etwa selbst­stän­dig zu essen oder sich das Gesicht zu berüh­ren. Die SAHB enga­giert sich dafür, dass sol­che inno­va­ti­ven Tech­no­lo­gien trotz recht­li­cher Hür­den in die Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung der Schweiz inte­griert wer­den können.

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Mobi­li­tät im All­tag mit einer pro­gre­di­en­ten Erkrankung
Hilfs­mit­tel Erwach­se­ne / Roll­stüh­le für Erwachsene  / Elektrorollstuhl 
  • von Gui­do Jufer 

Mobi­li­tät im All­tag mit einer pro­gre­di­en­ten Erkrankung 

Eine Erkran­kung schrei­tet vor­an, und plötz­lich wird das Gehen schwie­rig. Moder­ne Hilfs­mit­tel unter­stüt­zen Betrof­fe­ne so lan­ge und so gut wie mög­lich, mobil und unab­hän­gig zu blei­ben. Ob Rol­la­to­ren, Antrie­be oder Elek­tro­roll­stüh­le – es gibt für vie­le Sta­di­en einer Erkran­kung Hilfsmittel. 

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