Unterstützte Kommunikation - Die SAHB – Ihre unabhängige Beraterin und Dienstleisterin für Hilfsmittel in der Schweiz 3

Unter­stütz­te Kommunikation

Kom­mu­ni­ka­ti­on ist zen­tral für sozia­le Inter­ak­ti­on und Teil­ha­be. Unter­stütz­te Kom­mu­ni­ka­ti­on (UK) eröff­net Kin­dern, Jugend­li­chen und Erwach­se­nen mit ein­ge­schränk­ter oder feh­len­der Laut­spra­che Mög­lich­kei­ten, sich ver­ständ­lich aus­zu­drü­cken und mit ihrem Umfeld in Kon­takt zu tre­ten. Sie unter­stützt dabei, Gedan­ken, Wün­sche und Bedürf­nis­se mit­zu­tei­len und för­dert Selbst­stän­dig­keit sowie Mit­be­stim­mung im All­tag, in der Schu­le, in der Aus­bil­dung und im Berufsleben.

Wel­che Hilfs­mit­tel wer­den eingesetzt?

In Rah­men der nach­fol­gend erwähn­ten Hilfs­mit­tel wird auf kör­per­ei­ge­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men (Mimik, Ges­tik, Gebär­den) nicht eingegangen.

Ana­lo­ge Kommunikationshilfsmittel

  • Sym­bo­le (z.B. METACOM, Boardmaker)
  • Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ta­feln, – Bücher, ‑Ord­ner etc.
  • Schrift
  • Tas­ter mit Sprach­aus­ga­be (z.B. BIGMack, Step by Step)

Dyna­mi­sche Kommunikationshilfsmittel

  • „Tal­ker“ (z.B. iPad mit Kom­mu­ni­ka­ti­ons­soft­ware, sym­­­bol- oder schriftbasiert)
  • Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lö­sung in Kom­bi­na­ti­on mit Umweltsteuerungen

Die Ansteue­rung wird den jewei­li­gen Mög­lich­kei­ten des UK-Nut­­zers ange­passt z.B. Touch­an­steue­rung, Scan­­ning-Ver­­­fah­­ren, Augen­steue­rung und gege­be­nen­falls mit einer Ansteue­rungs­hil­fe (z.B. Fin­ger­führ­ras­ter) unterstützt.

Indi­vi­du­el­le Hal­te­run­gen und Mon­ta­ge­sys­te­me ermög­li­chen den Ein­satz in allen Lebensbereichen.

 

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Was muss beson­ders beach­tet werden?

Die Inva­li­den­ver­si­che­rung unter­schei­det ana­lo­ge von dyna­mi­schen Hilfs­mit­teln, sowie päd­ago­gi­sche von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­hilfs­mit­teln. Eine Finan­zie­rung des Hilfs­mit­tels über die IV ist vor­ge­se­hen, wenn das Hilfs­mit­tel aus­schliess­lich zur Kom­mu­ni­ka­ti­on ein­ge­setzt wird und der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­darf mit ana­lo­gen Hilfs­mit­teln nicht mehr gedeckt wer­den kann. Dies gilt zum Bei­spiel auch dann, wenn auf­grund star­ker moto­ri­scher Ein­schrän­kun­gen ein ana­lo­ges Hilfs­mit­tel nicht ein­ge­setzt wer­den kann.

Bild: Sym­bol­bild

Schritt 1

Bedarf und Vor­aus­set­zun­gen klären

Im Auf­trag der IV-Stel­­len wird bei Kli­en­ten bis zum 18.Lebensjahr die soge­nann­te NFA-Abklä­rung durch­ge­führt. Dabei wird geprüft, ob die Vor­aus­set­zun­gen für die Finan­zie­rung eines Kom­mu­ni­ka­ti­ons­hilfs­mit­tels erfüllt sind, bzw. ob der jewei­li­ge Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­darf mit ana­lo­gen Hilfs­mit­teln noch aus­rei­chend gedeckt wer­den kann. Ab dem 18. Lebens­jahr ent­fällt die NFA-Abklärung.
Sind die Vor­aus­set­zun­gen noch nicht erfüllt, steht die SAHB bera­tend zur Seite.

Schritt 2

Finan­zie­rung und Wirt­schaft­lich­keit prüfen

Nach der NFA-Abklä­rung prüft die SAHB, ob die durch die Hilfs­mit­tel­fir­ma offe­rier­te Lösung einer ein­fa­chen, zweck­mäs­si­gen und wirt­schaft­li­chen Ver­sor­gung im Sin­ne der Inva­li­den­ver­si­che­rung entspricht.

Schritt 3

Abga­be des Hilfsmittels

Ist das geeig­ne­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­rät (inkl. Hal­te­run­gen etc.) im IV-Depot vor­rä­tig, wird es dem Kli­en­tel leih­wei­se zur Ver­fü­gung gestellt. Ist das Mate­ri­al nicht vor­rä­tig, wird es vom Hilfs­mit­tel­an­bie­ter direkt beim Her­stel­ler bezogen.

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Finan­zie­rung von Hilfsmitteln

Je nach Alter und per­sön­li­cher Situa­ti­on gel­ten für Hilfs­mit­tel unter­schied­li­che Vor­aus­set­zun­gen. Die Leis­tun­gen der Inva­li­den­ver­si­che­rung (IV) und der Alters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung (AHV) unter­schei­den sich.

Mehr dazu 

Ablauf im Detail

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Doku­men­te und Formulare

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Fach­be­rei­che

Wir bera­ten Sie bei der Wahl eines geeig­ne­ten Hilfs­mit­tels –unab­hän­gig und kom­pe­tent. Unser Ziel: Men­schen mit Ein­schrän­kun­gen selb­stän­dig am Leben teil­ha­ben lassen.

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„Zwar brau­che ich viel län­ger, aber es geht vorwärts!“
Hilfs­mit­tel Erwach­se­ne / Roll­stüh­le für Erwachsene  / Elek­tro­mo­bi­le und Scooter 
  • von Gui­do Jufer 

„Zwar brau­che ich viel län­ger, aber es geht vorwärts!“ 

Zwei Men­schen, die sich seit vie­len Jah­ren gegen­sei­tig unter­stüt­zen und mit­ein­an­der älter wer­den: René, der an Poly­neu­ro­pa­thie lei­det, und Esther. Was den bei­den dabei hilft? Ihr uner­schüt­ter­li­cher Opti­mis­mus und die Arbeit im gemein­sa­men Garten.

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Wenn aus­ran­gier­te Roll­stüh­le wei­ter genutzt werden
Über die SAHB  / Rollstühle 
  • von Anni­na Humanes 

Wenn aus­ran­gier­te Roll­stüh­le wei­ter genutzt werden 

In den Hilfs­mit­tel­zen­tren der SAHB wer­den zurück­ge­ge­be­ne Hilfs­mit­tel geprüft, wie­der­auf­be­rei­tet und wenn mög­lich erneut ein­ge­setzt. Doch nicht jeder Roll­stuhl kann in der Schweiz wei­ter­ver­wen­det wer­den. In Zusam­men­ar­beit mit dem Ver­ein rol­laid kön­nen vie­le die­ser Hilfs­mit­tel und ihre Bestand­tei­le den­noch wei­ter genutzt werden.

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Ste­hen ist mehr als auf­recht sein
Hilfs­mit­tel für Kinder  / Exma INFO 
  • von Chris­ti­an W. Hodel 

Ste­hen ist mehr als auf­recht sein 

Ste­hen ist für vie­le Men­schen selbst­ver­ständ­lich. Für Men­schen mit ein­ge­schränk­ter Mobi­li­tät kann die auf­rech­te Posi­ti­on jedoch weit mehr bedeu­ten: Sie unter­stützt kör­per­li­che Funk­tio­nen, eröff­net neue Mög­lich­kei­ten im All­tag und kann Selbst­stän­dig­keit sowie Teil­ha­be för­dern. Ent­schei­dend ist eine indi­vi­du­ell ange­pass­te Lösung, die sicher ist, zur Lebens­si­tua­ti­on passt und tat­säch­lich genutzt wird.

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Sicher ste­hen, aktiv teil­neh­men – das pas­sen­de Steh­sys­tem für jede Entwicklungsphase
Hilfs­mit­tel für Kinder  / Exma INFO 
  • von Mar­ke­ting SAHB Hilfsmittelberatung 

Sicher ste­hen, aktiv teil­neh­men – das pas­sen­de Steh­sys­tem für jede Entwicklungsphase 

Ste­hen ist weit mehr als eine the­ra­peu­ti­sche Mass­nah­me. Für Kin­der mit neu­ro­lo­gi­schen oder kom­ple­xen kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen kann regel­mäs­si­ges Ste­hen einen ent­schei­den­den Bei­trag zur kör­per­li­chen Ent­wick­lung, zur Akti­vi­tät und zur sozia­len Teil­ha­be leisten. 

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„Ich kann wie­der aus­wärts essen gehen“
Hilfs­mit­tel Erwach­se­ne / Orthopädie  / Elek­tro­roll­stüh­le und Antriebe 
  • von Tho­mas Walt 

„Ich kann wie­der aus­wärts essen gehen“ 

Seve­rin Bischof lebt mit spi­na­ler Mus­kel­atro­phie und führt den­noch ein selbst­be­stimm­tes Leben als Rechts­an­walt und Notar. Dies unter­stützt von Assis­tenz, Tech­nik und sei­nem Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent. Seit er einen Robo­ter­arm nutzt, ist er im All­tag wie­der unab­hän­gi­ger – und kann Kaf­fee wie­der riechen.

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