• Über die SAHB

Wenn aus­ran­gier­te Roll­stüh­le wei­ter genutzt werden

In den Hilfs­mit­tel­zen­tren der SAHB wer­den zurück­ge­ge­be­ne Hilfs­mit­tel geprüft, wie­der­auf­be­rei­tet und wenn mög­lich erneut ein­ge­setzt. Doch nicht jeder Roll­stuhl kann in der Schweiz wei­ter­ver­wen­det wer­den. In Zusam­men­ar­beit mit rol­laid kön­nen vie­le die­ser Hilfs­mit­tel und ihre Bestand­tei­le den­noch wei­ter genutzt werden.

  • von Annina Humanes
Wenn ausrangierte Rollstühle weiter genutzt werden - Die SAHB – Ihre unabhängige Beraterin und Dienstleisterin für Hilfsmittel in der Schweiz 2
Quel­le: Bern­hard Wiss­ler – Ver­ein rollaid

Der Wie­der­ein­satz von Hilfs­mit­teln ist ein wich­ti­ger Bestand­teil der Arbeit der SAHB. In den IV-Depots wer­den zurück­ge­ge­be­ne Hilfs­mit­tel kon­trol­liert, repa­riert und für einen wei­te­ren Ein­satz vorbereitet.

Nicht alle Roll­stüh­le eig­nen sich jedoch für einen erneu­ten Ein­satz in der Schweiz. Gebrauch­te und aus­ran­gier­te Roll­stüh­le sowie noch ver­wend­ba­re Ersatz­tei­le gibt die SAHB des­halb unter ande­rem an rol­laid wei­ter. Dort wer­den sie geprüft, instand gestellt und für die Wei­ter­ga­be an Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen vorbereitet.

«Unser Ziel ist, Hilfs­mit­tel und ihre Bestand­tei­le mög­lichst lan­ge sinn­voll zu nut­zen. Die Zusam­men­ar­beit mit rol­laid ergänzt die­sen res­sour­cen­scho­nen­den Umgang dort, wo ein Wie­der­ein­satz bei uns nicht mehr mög­lich ist», sagt Sil­vio Wag­ner, Lei­ter Werk­statt, SAHB Hilfs­mit­tel­zen­trum Oensingen.

Mehr als 5 300 Roll­stüh­le von der SAHB

Seit dem Start von rol­laid Ende 2017 haben die Hilfs­mit­tel­zen­tren der SAHB 5 336 Roll­stüh­le an die Orga­ni­sa­ti­on wei­ter­ge­ge­ben. Das ent­spricht rund 70 % aller Roll­stüh­le, die rol­laid in die­sem Zeit­raum gesam­melt hat.

Ins­ge­samt hat rol­laid bis­her 6 911 Roll­stüh­le für den Wie­der­ein­satz bereit­ge­stellt und über Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen in 17 Län­der gelie­fert. Neben klei­ne­ren Trans­por­ten wur­den 55 Con­tai­ner mit jeweils rund 100 Roll­stüh­len verschickt.

Auch Ersatz­tei­le wer­den weiterverwendet

Nicht nur voll­stän­di­ge Roll­stüh­le kön­nen wei­ter genutzt wer­den. Auch Fuss­stüt­zen, Arm­leh­nen, Räder, Brem­sen, Rei­fen, Sitz­be­span­nun­gen, Rück­pols­ter und Sitz­kis­sen die­nen als Ersatz­tei­le für die Instand­stel­lung ande­rer Hilfsmittel.

Damit blei­ben vor­han­de­ne Res­sour­cen mög­lichst lan­ge im Ein­satz. Auch ein­zel­ne Bestand­tei­le kön­nen dazu bei­tra­gen, ande­re Roll­stüh­le wie­der instand zu stellen.

Für Men­schen mit Behin­de­run­gen in Län­dern, in denen Hilfs­mit­tel nur ein­ge­schränkt ver­füg­bar sind, kann ein geeig­ne­ter Roll­stuhl mehr Mobi­li­tät ermög­li­chen und dazu bei­tra­gen, selbst­stän­di­ger am All­tag sowie am gesell­schaft­li­chen Leben teilzunehmen.

Über rol­laid

rol­laid ver­bin­det sozia­le und beruf­li­che Inte­gra­ti­on in der Schweiz mit huma­ni­tä­rer Hil­fe und einem res­sour­cen­scho­nen­den Umgang mit Hilfs­mit­teln. In der Rol­l­­stuhl-Recy­cling-Wer­k­statt berei­ten Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne im Rah­men eines Tages­struk­tur­pro­gramms aus­ge­mus­ter­te Hilfs­mit­tel für den Wie­der­ein­satz auf. Die instand gestell­ten Roll­stüh­le und wei­te­ren Hilfs­mit­tel wer­den anschlies­send über Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen in Län­der wei­ter­ge­ge­ben, in denen der Zugang zu geeig­ne­ten Hilfs­mit­teln ein­ge­schränkt ist.