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„Haupt­sa­che, wir sind mobil“

Selb­stän­dig­keit, Frei­heit und gesell­schaft­li­che Inte­gra­ti­on. Sie gehö­ren zu
einem mobi­len und so weit wie mög­lich selbst­be­stimm­ten Leben. Gerade
für Men­schen mit kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen ist Mobi­li­tät enorm
wich­tig, wie zum Bei­spiel für das Ehe­paar Blank.

Noch vor kur­zem war Heinz Blank der Auto­fah­rer in der Fami­lie. Das Ehe­paar Blank geht seit über 40 Jah­ren zusam­men durch dick und dünn. Jah­re, die sie zusam­men­ge­schweisst haben. Denn Yvonne und Heinz Blank sind bei­de krank­heits­be­dingt kör­per­lich stark in ihrer Mobi­li­tät ein­ge­schränkt. Doch davon las­sen sich die lebens­be­ja­hen­den Ehe­leu­te nicht unterkriegen.

Heinz Blank fuhr infol­ge sei­ner Erkran­kun­gen schon län­ger ein umge­bau­tes Fahr­zeug. Heu­te darf er nicht mehr sel­ber fah­ren – das Steu­er hat nun sei­ne Frau über­nom­men. Doch wes­halb ist ihnen das Auto so wichtig?

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Links: Für Frau Blanks Rol­la­tor und Roll­stuhl ist eine spe­zi­el­le Vor­rich­tung angebracht.
Mit­te: Die Ram­pe bedient Yvonne Blank prak­tisch per Knopfdruck
Rechts: Vor dem Rein­fah­ren befes­tigt Yvonne Blank die Sicher­heits­lei­ne am Rollstuhl.

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Das Auto fährt mit­tels Gas­ring und Brem­se, die am Lenk­rad plat­ziert sind.

Mobi­li­tät ist Lebensqualität
Bei­de sind froh, dass sie ohne frem­de Hil­fe zum Arzt oder Ein­kau­fen fah­ren kön­nen. Spon­ta­ne Aus­flü­ge, Besu­che bei Freun­den und Fami­lie und die sozia­le Gesel­lig­keit genies­sen sie sehr. Das ist Lebens­qua­li­tät. «Haupt­sa­che, wir sind mobil und kön­nen uns unab­hän­gig fort­be­we­gen», meint das lebens­fro­he Paar einstimmig.

Damit Yvonne Blank sich hin­ters Steu­er set­zen konn­te, muss­te ein ande­res Auto her. Das bis­he­ri­ge hät­te auf ihre Bedürf­nis­se und für den Trans­port ihres Gat­ten ange­passt wer­den müssen.

Ein Auto für alle Bedürfnisse
Mit­hil­fe der Pro Infir­mis fand sich bald ein klei­ne­res und hand­li­che­res Auto. Die­ses war bereits mit einem Gas­ring für die Len­ke­rin, einer Auf­fahr­ram­pe und Hal­te­rung für den Elek­tro­roll­stuhl des Fahr­gas­tes aus­ge­stat­tet. Dank weni­ger Ände­run­gen wur­de das Auto auf die Bedürf­nis­se des Ehe­paars ange­passt. «Die Pro Infir­mis und die SAHB haben uns dabei opti­mal unter­stützt», sagen die Blanks. Viel ein­fa­cher trans­fe­riert sich nun die 58-jäh­ri­­ge Yvonne Blank hin­ter das Lenk­rad und ver­staut den Rol­la­tor oder Roll­stuhl. Beim Ver­la­den ihres Man­nes bedient sie die Ram­pe ohne Pro­ble­me und sichert ihn sel­ber mit den ange­brach­ten Sicherheitsvorrichtungen.

Gera­de für Herrn Blank ist es schwie­rig, plötz­lich hin­ten ange­schnallt mit­zu­fah­ren. Er fühlt sich dabei eher aus­ge­lie­fert, da er sel­ber nicht mehr reagie­ren kann. «Ich gewöh­ne mich lang­sam an die neue Situa­ti­on», sagt er mit einem Augen­zwin­kern. Die­ses star­ke Ehe­paar wird sicher­lich auch die­se neue Lebens­la­ge bra­vou­rös meis­tern und bald wie­der sei­ne Mobi­li­tät in vol­len Zügen geniessen.

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Links: Heinz Blanks Roll­stuhl wird über eine Hal­te­rung vor­ne zusätz­lich gesichert.
Mit­te: So reist der 65-Jäh­ri­­ge heu­te im ange­pass­ten Fahrzeug.
Rechts: Über die Ram­pe fährt Heinz Blank mit sei­nem elek­tri­schen Roll­stuhl ins Fahrzeug.

Por­trät
Heinz Blank hat nach der Schu­le als Mon­teur gear­bei­tet. Mit 30 Jah­ren muss­te er sich wegen einer krank­heits­be­ding­ten Mobi­li­täts­ein­schrän­kung zum Gerä­te­mon­teur umschu­len las­sen. Trotz MS, Arthro­se und Dia­be­tes übte er sei­nen Beruf bis zu sei­nem 50. Lebens­jahr aus. Heu­te schrän­ken ihn MS im fort­ge­schrit­te­nen Sta­di­um sowie die Fol­gen eines leich­ten Schlag­an­falls kör­per­lich zusätz­lich ein

Yvonne Blank wur­de vor vier und sechs Jah­ren als Fol­ge von Dia­be­tes je ein Unter­schen­kel ampu­tiert. Sie trägt zwei Unter­schen­kel­pro­the­sen, mit denen sie sich gut fort­be­wegt. Draus­sen benutzt sie einen Rol­la­tor. Wei­te Stre­cken legt sie mit dem Hand­roll­stuhl oder mit ihrem Elek­tro­mo­bil zurück. Zudem lei­det sie an einer spe­zi­el­len Art von Leukämie.