• Exma INFO
  • Umweltsteuerung
  • Pflege & Komfort

Selbst­be­stimmt woh­nen trotz star­ken kör­per­li­chen Einschränkungen

Wo der Mensch aus eige­ner Kraft nicht kann, kommt uns oft­mals die Tech­nik zugu­te. Es gibt ver­schie­de­ne Gerä­te und Mög­lich­kei­ten, um Ele­men­te wie Fens­ter und Türen zu Hau­se elek­tro­nisch zu steu­ern. Die­ser Arti­kel schafft einen Überblick.

Selbstbestimmt wohnen trotz starken körperlichen Einschränkungen - Die SAHB – Ihre unabhängige Beraterin und Dienstleisterin für Hilfsmittel in der Schweiz 1

Die Tech­no­lo­gie der Haus­tech­nik und Umfeld­kon­trol­le kann heu­te eine geeig­ne­te Wohn­um­ge­bung – auch für schwerst­be­hin­der­te Per­so­nen – schaf­fen. Denn, wo der Mensch nicht sel­ber kann, unter­stützt oft­mals die Tech­nik. Übli­cher­wei­se sind die­se Gerä­te im Ein­satz für Per­so­nen mit kör­per­li­chen Behin­de­run­gen, wel­che die Arme, Hän­de oder Fin­ger betref­fen. Dies sind Krank­heits­bil­der wie Amyo­tro­phe Late­ral­skle­ro­se (ALS), Mul­ti­ple Skle­ro­se (MS), Mus­kel­dys­tro­phien, cere­bra­le Behin­de­run­gen oder Tetraplegie.

Das sind Umfeldkontrollen
Das bekann­tes­te Hilfs­mit­tel ist «James». Es ist das ers­te sol­che Pro­dukt auf dem Schwei­zer Markt gewe­sen. Neben «James» gibt es wei­te­re Hilfs­mit­tel, die als «Umfeld­kon­trol­le» oder «elek­tro­ni­sche Hilfs­mit­tel» vie­len Men­schen den All­tag erleich­tern. Es sind Sen­de­ge­rä­te, die mit den zuge­hö­ri­gen Emp­fän­gern ver­se­hen sind, wie auto­ma­ti­sche Türen, TV oder Tele­fon. Über Infra­rot- oder Funk­si­gna­le (wie bei einer TV-Fern­­be­­die­­nung) steu­ert das Sen­de­ge­rät die ent­spre­chen­den Empfänger.

Sen­de­ge­rä­te sind Smart­phones oder spe­zia­li­sier­te Gerä­te, die einer TV-Fern­­be­­die­­nung glei­chen. Die Benut­zer bedie­nen sie je nach moto­ri­scher Fähig­keit über eine Fin­ger­be­rüh­rung via Touch­screen, Schal­ter für Kopf, Hand oder Fin­ger, Joy­stick oder Spra­che. Da der typi­sche Benut­zer im Roll­stuhl mobil ist, instal­liert man das Sen­de­ge­rät auf den Roll­stuhl. So ist es immer griff­be­reit und einsetzbar.

Bei der Bera­tung und Aus­wahl der Sen­de­ge­rä­te müs­sen die Behin­de­rung und die Bedürf­nis­se der Benut­zer berück­sich­tigt wer­den. Nach­fol­gend sind eini­ge Gerä­te beschrieben:

Selbstbestimmt wohnen trotz starken körperlichen Einschränkungen - Die SAHB – Ihre unabhängige Beraterin und Dienstleisterin für Hilfsmittel in der Schweiz 2

Quel­le: Con­trol Prog von Abilia eig­net sich, wenn nur weni­ge Funk­tio­nen gefragt sind.

Was kann die Umfeld­steue­rung ansteuern?
Umfeld bedeu­tet in die­sem Sin­ne die eige­ne Woh­nung und deren Zugang. Ansteu­ern möch­ten wir all das, was Fuss­gän­ger ohne Behin­de­rung in der Woh­nung auch bedie­nen kön­nen. Zum Beispiel:

• Türen und Türgegensprechanlage
• Licht
• Fens­ter, Storen
• Heizung
• Heim­elek­tro­nik (z.B. TV, DVD,
Radio)
• Elektrobett
• Wasserhahn
• Seitenwendegerät
• Notrufsystem
• Lift (Sen­k­­recht- und Treppenlift)
• Telefon
• PC, Laptop

Um die­se Ele­men­te zu bedie­nen, müs­sen sie mit ent­spre­chen­den Emp­fän­gern ver­se­hen sein. Hand­wer­ker neh­men bau­li­che Mass­nah­men vor, Hilfs­mit­tel­lie­fe­ran­ten rüs­ten die Ele­men­te nach. Der Umfang der Mass­nah­men hängt von der Woh­nung ab. Eine Aus­nah­me ist Unter­hal­tungs­elek­tro­nik, die über eine Fern­be­die­nung funk­tio­niert. Man kann sie ohne Umrüs­ten auf dem Umfeld­sen­de­ge­rät direkt einlesen.

Ein­fa­che Sen­de­ge­rä­te mit Basis-Funktionen
Gerä­te in die­ser Aus­füh­rung sind gefragt, wenn weni­ge Funk­tio­nen gefor­dert sind. Die Ober­flä­che ist ein­fach gestal­tet und die Gerä­te sind sehr robust. Sie ermög­li­chen einer Per­son mit Ein­schrän­kun­gen der Arme, Hän­de oder Fin­ger, Licht, Türe, Storen und die wich­tigs­ten Funk­tio­nen des Fern­se­hers von einem Gerät aus zu bedie­nen. Die Gerä­te sind por­ta­bel und bat­te­rie­be­trie­ben. Es sind Model­le mit 6 bis 18 Tas­ten­fel­dern erhältlich.

Sen­de­ge­rä­te mit kom­ple­xen Funktionen
Die­se Gerä­te haben umfang­rei­che Mög­lich­kei­ten, um das Umfeld zu steu­ern. Die Anzei­ge kann indi­vi­du­ell gestal­tet wer­den; die Tas­ten­grös­se, Far­be und Anord­nung sind anpass­bar. Für seh­be­hin­der­te Per­so­nen kann man die Funk­tio­nen mit Sprach­aus­ga­be hin­ter­le­gen. Auch kann pro Wohn­raum oder Emp­fangs­ge­rät, wie TV oder Radio, eine Bedien­ebe­ne ange­legt wer­den. 50 bis 150 Funk­tio­nen kön­nen pro­blem­los dar­ge­stellt wer­den. Die­se Sen­de­ge­rä­te ver­fü­gen über ein inte­grier­tes Handy.

Der Bedie­ner hand­habt das Gerät bei­spiels­wei­se mit nur einem oder zwei Schal­tern, durch Berüh­ren des Dis­plays, mit Saug- und Blas­schal­ter mit dem Mund oder mit dem Elek­­tro­rol­l­­stuhl-Joy­­stick. Das Navi­gie­ren, bei­spiels­wei­se mit nur einem Schal­ter durch kom­ple­xe Menüs oder Ebe­nen, erfor­dert eine soge­nann­te Scan­­ning-Fun­k­­ti­on. Die­se bewegt einen Cur­sor, zum Bei­spiel jede Sekun­de, von Feld zu Feld. Der Benut­zer drückt die Tas­te und wählt so das gewünsch­te Feld an. Drückt er noch­mals, wan­dert der Cur­sor wei­ter von Feld zu Feld. Dies erfor­dert Zeit und Geduld, kann aber durch ein durch­dach­tes Anord­nen der Tas­ten und Jus­tie­ren der Scan­­ning-Fun­k­­ti­on sehr gut opti­miert werden.

Sen­de­ge­rä­te mit Smartphone/Tablet
Oft kom­men Gerä­te zum Ein­satz, die mit han­dels­üb­li­chen Smart­phones oder Tablets funk­tio­nie­ren. Das funk­tio­niert fol­gen­der­mas­sen: Eine Spe­zi­al­soft­ware wird aufs Smart­phone oder Tablet gela­den. Sie über­nimmt einer­seits die Umfeld­kon­troll­funk­tio­nen und steu­ert ande­rer­seits das Smart­phone bzw. Tablet. Den Bild­schirm kann der Nut­zer indi­vi­du­ell gestal­ten. Wei­ter erhält er eine Zusatz­box, die draht­los vom Smart­phone bzw. Tablet gesteu­ert wird. Die Zusatz­box sen­det Infra­rotre­spek­ti­ve Funk­si­gna­le an die gewünsch­ten Emp­fän­ger wie Türen, TV oder Storen. Der Bedie­ner hand­habt das Gerät mit nur einem oder zwei Schal­tern, durch Berüh­ren des Dis­plays, mit Saug- und Blas­schal­ter mit dem Mund oder mit dem Elektrorollstuhl-Joystick.

Umfeld­kon­trol­len gibt es für Apple‑, Android- und Win­­dows-Pro­­duk­­te. Durch die tech­ni­sche Ent­wick­lung ist der Über­gang von Smart­phones, Tablet und Com­pu­ter nicht mehr klar trenn­bar. Heu­te kön­nen Umfeld­kon­trol­len in sehr vie­len Gerä­ten inte­griert wer­den und sind so für Men­schen mit Behin­de­run­gen ide­al nutzbar.

Selbstbestimmt wohnen trotz starken körperlichen Einschränkungen - Die SAHB – Ihre unabhängige Beraterin und Dienstleisterin für Hilfsmittel in der Schweiz 3 Selbstbestimmt wohnen trotz starken körperlichen Einschränkungen - Die SAHB – Ihre unabhängige Beraterin und Dienstleisterin für Hilfsmittel in der Schweiz 1
Quel­le: Links: Con­trol Omni von Abilia lässt sich gut auf die Bedürf­nis­se von Men­schen mit Seh­schwie­rig­kei­ten einstellen.
Quel­le: Rechts: Eine Spe­zi­al­soft­ware über­nimmt die Umfeld­kon­troll­funk­tio­nen und steu­ert die Funk­tio­nen des Smartphones.

Unter­schied­li­che Behin­de­run­gen – unter­schied­li­che Bedienungen
Kör­per­li­che Behin­de­run­gen sind sehr viel­fäl­tig. Dank des tech­no­lo­gi­schen Fort­schrit­tes gibt es immer mehr Mög­lich­kei­ten, die Sen­de­ge­rä­te zu bedie­nen. Wir stel­len hier eini­ge Vari­an­ten vor. Inter­es­sier­te soll­ten sich von einer Fach­per­son bera­ten las­sen und klä­ren, wel­che Ansteue­rung für sie funk­tio­niert und mit wel­chem Sen­de­ge­rät, Smart­phone, Tablet oder PC kom­pa­ti­bel ist.

Touch­screen
Spe­zi­el­le Sen­de­ge­rä­te, Smart­phones und Tablets haben übli­cher­wei­se einen Touch­screen oder leicht­gän­gi­ge Tas­ten. Die­se sind auch für Benut­zer mit ein­ge­schränk­ter Kraft geeig­net. Ein vor dem Touch­screen ange­brach­ter Fin­ger­führ­ras­ter hilft, wenn eine Per­son mit dem Fin­ger nicht gezielt aus­wäh­len kann. Der Fin­ger­führ­ras­ter ist eine Abde­ckung für die Tas­ta­tur, die die Tas­ten klar trennt, so dass der Nut­zer nicht zwei Tas­ten auf ein­mal drü­cken kann.

Joy­stick, Elektrorollstuhl-Joystick
Elek­tro­roll­stuhl­fah­rer sind es gewohnt, mit einem Joy­stick umzu­ge­hen, des­halb kommt er auch in der Umfeld­kon­trol­le zum Ein­satz. Mit dem Joy­stick kann man, ähn­lich einer Maus­steue­rung mit­tels Cur­sor, kom­ple­xe Gerä­te bedie­nen. Dies erfolgt über einen sepa­rat mon­tier­ten Joy­stick oder über den des Elek­tro­roll­stuhls. Meis­tens wird zusätz­lich eine Wech­sel­hal­te­rung instal­liert, sodass die Umfeld­kon­trol­le, bei­spiels­wei­se abends im Bett, auch genutzt wer­den kann.

1‑Schal­­ter- oder 2‑Schal­­ter-Steu­e­rung
Die Schal­ter­steue­rung ist eher kom­pli­ziert zum Bedie­nen und macht erst Sinn, wenn die Bedie­nung mit einem Joy­stick oder der Tasten/Touchscreen nicht mög­lich ist. Dies ist vor allem im Bett oder bei sehr star­ken Ein­schrän­kun­gen der Fin­ger, Hän­de oder Arme der Fall. Die Schal­ter kön­nen am Roll­stuhl und Bett mit­tels Gestän­ge instal­liert wer­den. Die Nut­zer bedie­nen sie mit Kopf, Hand, Fin­ger, Fuss oder Mund (durch Sau­gen oder Bla­sen). Schal­ter­steue­run­gen wer­den immer zusam­men mit der Scan­ning­funk­ti­on genutzt, wie oben unter «Sen­de­ge­rä­te mit kom­ple­xen Funk­tio­nen» beschrieben.

Selbstbestimmt wohnen trotz starken körperlichen Einschränkungen - Die SAHB – Ihre unabhängige Beraterin und Dienstleisterin für Hilfsmittel in der Schweiz 4 Selbstbestimmt wohnen trotz starken körperlichen Einschränkungen - Die SAHB – Ihre unabhängige Beraterin und Dienstleisterin für Hilfsmittel in der Schweiz 5
Quel­le: Links: Die Kame­ra am PC beob­ach­tet den ange­kleb­ten Punkt auf der Stirn der jun­gen Frau uns setzt die Bewe­gun­gen des Kop­fes in Maus­be­we­gun­gen auf dem Bild­schirm um.
Quel­le: Rechts: Der Benut­zer steu­ert die Maus mit dem Druck sei­ner Lip­pen. Sau­gen oder Bla­sen löst den Klick aus.

Maus­steue­rung mit dem Kopf
Bei PCs oder Tablets mit grös­se­ren Bild­schir­men kann die Maus mit dem Kopf gesteu­ert wer­den. Dazu instal­liert man auf dem Bild­schirm eine klei­ne Kame­ra, und der Benut­zer erhält einen klei­nen selbst­kle­ben­den Punkt auf die Stirn. Die Kame­ra beob­ach­tet nun den Punkt und setzt die Bewe­gun­gen des Kop­fes in Maus­be­we­gun­gen auf dem Bild­schirm um. Eine Soft­ware gene­riert den Klick. Sie wird durch das Fixie­ren des Bild­schirm­punk­tes ausgelöst.

Maus­steue­rung mit dem Mund
Bei PCs oder Tablets kön­nen Benut­zer die Maus mit dem Mund steu­ern. Die Steue­rung setzt den Druck der Lip­pen gegen das Röhr­chen in Maus­be­we­gun­gen auf dem Bild­schirm um. Das heisst, Druck gegen oben bedeu­tet eine Maus­be­we­gung nach oben. Dies funk­tio­niert in alle Rich­tun­gen. Sau­gen oder Bla­sen lösen den Klick aus. Ein­ge­setzt wird die­se Vari­an­te vor allem bei Behin­de­run­gen wie Tetra­ple­gie und ALS.

Augen­steue­rung
Bei PCs oder Tablets mit grös­se­ren Bild­schir­men kön­nen die Nut­zer die Maus mit den Augen steu­ern. Dazu bringt man ein zusätz­li­ches Ele­ment unten am Bild­schirm an. Die­ses beob­ach­tet die Blick­rich­tung der Augen und setzt die Bewe­gun­gen stu­fen­los in Maus­be­we­gun­gen um. Eine Soft­ware löst den Klick aus, indem man einen Punkt mit dem Blick fixiert. Auch das Blin­zeln kann einen Klick aus­lö­sen. Die­se Ansteue­rung eig­net sich bei­spiels­wei­se bei Behin­de­run­gen wie ALS und schwe­rer Cere­bral Pare­se (CP).

Selbstbestimmt wohnen trotz starken körperlichen Einschränkungen - Die SAHB – Ihre unabhängige Beraterin und Dienstleisterin für Hilfsmittel in der Schweiz 6
Quel­le: Das Ele­ment Tobii Eye­Con­trol unten am Bild­schirm beob­ach­tet die Blick­rich­tung der Augen und setzt die Bewe­gun­gen stu­fen­los in Maus­be­we­gun­gen um.

Sprach­steue­rung, Spracherkennung
Die Sprach­steue­rung kommt bei Lap­tops, Tablets oder Umfeld­kon­troll­sen­de­ge­rä­ten zum Ein­satz. Sie steu­ert bei­spiels­wei­se den Maus­klick oder star­tet und schliesst Pro­gram­me. Wei­ter kann man damit Tex­te dik­tie­ren. Da die Spra­che durch Dia­lek­te, Aus­spra­che und Akzen­te sehr viel­fäl­tig ist, ist dies eine eher anspruchs­vol­le Ansteue­rung. Je nach Soft­ware kann man die eige­ne Spra­che trai­nie­ren, mit einem Grund­wort­schatz und einem zusätz­lich mit­wach­sen­den eige­nen Wort­schatz hin­ter­le­gen. Dies erhöht die Tref­fer­quo­te mas­siv. Die­se Steue­rung ver­wen­den oft Benut­zer mit Behin­de­run­gen wie Tetra­ple­gie oder Muskeldystrophie.

Ablauf Umfeld­kon­troll­ver­sor­gung
Übli­cher­wei­se plant und rea­li­siert ein Lie­fe­rant die Umfeld­ver­sor­gung. Im ers­ten Gespräch klärt er mit dem Ver­si­cher­ten vor Ort die Bedürf­nis­se ab. Sie stim­men ab, in wel­chen Räu­men wel­che Ele­men­te steu­er­bar sein sol­len, bestim­men den Umfang der Funk­tio­nen und das Sen­de­ge­rät. Wei­ter dis­ku­tie­ren sie die Bedie­nung des Gerä­tes sowie den Ort des Ein­sat­zes. Der Lie­fe­rant der Umfeld­kon­troll­ge­rä­te klärt mit Hand­wer­kern die not­wen­di­gen bau­li­chen Mass­nah­men und erstellt eine Kos­ten­über­sicht. Sind alle tech­ni­schen Details und die Kos­ten geklärt, kann der Ver­si­cher­te die­se bei der IV bean­tra­gen. Um die Aus­füh­rung küm­mert sich eben­falls der Lie­fe­rant der Umfeld­kon­troll­ge­rä­te. Wich­tig ist, die invol­vier­ten Per­so­nen, wie Benut­zer, Betreu­er, Assis­ten­ten, Spi­tex oder tech­ni­scher Dienst, ent­spre­chend zu schulen.

Miet­woh­nung, Eigen­tum, Neu­bau oder bestehen­de Wohnung?
Grund­sätz­lich kann jede Woh­nung nach­ge­rüs­tet wer­den. Wer aber einen Haus- oder Woh­nungs­bau plant, rea­li­siert die Umfeld­kon­trol­le mit weni­ger Auf­wand. Wich­tig ist, sich im Vor­feld von der SAHB oder den Spe­zia­lis­ten für elek­tro­ni­sche Hilfs­mit­tel bera­ten zu lassen.

Selbstbestimmt wohnen trotz starken körperlichen Einschränkungen - Die SAHB – Ihre unabhängige Beraterin und Dienstleisterin für Hilfsmittel in der Schweiz 7
Quel­le: Die Umfeld­kon­trol­le bie­tet zahl­rei­che Möglichkeiten.

Inte­grier­tes Haus­tech­nik­sys­tem eHome
Pri­vat­häu­ser wer­den heu­te teil­wei­se mit einem Gebäu­de­au­to­ma­tis­a­ti­ons­sys­tem aus­ge­stat­tet. So kön­nen die Bewoh­ner Beleuch­tung, Beschat­tung, Zutritts­kon­trol­le, Hei­zung oder die Medi­en über ein Tablet oder Smart­phone steu­ern. Das geht bezüg­lich Funk­tio­nen sehr stark in Rich­tung Umfeld­kon­trol­le. Die eHome AG hat ihr Gebäu­de­au­to­ma­tis­a­ti­ons­sys­tem auf die Bedürf­nis­se von Men­schen mit einer Behin­de­rung spe­zi­fisch adaptiert.

Umfeld­steue­rung im Elek­tro­roll­stuhl integriert
Per­mo­bil, SKS, Otto Bock und wei­te­re Fir­men bie­ten eine Umfeld­kon­trol­le direkt über die Elek­tro­nik der Steue­rung des Elek­tro­roll­stuhls an.

Umfeld­kon­troll­ver­sor­gun­gen  Deutsch­schweiz: active­com­mu­ni­ca­ti­on AG, www.activecommunication.ch

Umfeld­kon­troll­ver­sor­gun­gen Deutsch­schweiz, Roman­die und Tes­sin: Stif­tung Fon­da­ti­on Suis­se pour les Télé­t­hè­ses FST

Umfeld­kon­troll­ver­sor­gun­gen Tes­sin: Han­dy­sys­tem GmbH, Mend­ri­sio, www.handysystem.ch

Steue­rung des Smart­phones über Elek­­tro­rol­l­­stuhl-Joy­­stick (Betriebs­sys­tem: Android, IOS):
Per­mo­bil AG, www.permobil.ch
Inva­ca­re AG, www.invacare.ch
Sun­ri­se Com­mu­ni­ca­ti­ons AG, www.sunrise.ch
SKS Rehab AG, www.sks-rehab.ch
Degon­da Rehab SA, www.turbo-twist.ch

Inte­grier­te Gebäu­de­au­to­ma­ti­on: eHome AG, www.ehome.ch